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Brennende Augen: Ursachen und was dahintersteckt

Symptome8. September 20265 Min. Lesezeit

Brennende Augen sind unspezifisch: Sie können auf eine Störung des Tränenfilms, eine Entzündung der Lidkanten, eine Allergie oder eine Überlastung durch Bildschirmarbeit hinweisen. Die Abgrenzung entscheidet über die Behandlung.

Medizinisch geprüft von dem augenärztlichen Team des Lux Augenzentrum, Zürich· Zuletzt medizinisch überprüft: 2026-09-15

Mann am Schreibtisch schliesst abends die brennenden Augen und drückt die Nasenwurzel
Brennen verstärkt sich typischerweise im Tagesverlauf und bei langer Bildschirmarbeit.

Die häufigsten Auslöser

An erster Stelle steht das trockene Auge, besonders die Meibom-Drüsen-Dysfunktion mit zu schneller Verdunstung des Tränenfilms. Häufig sind zudem Blepharitis, Allergien, Reizungen durch Kosmetika oder Konservierungsstoffe sowie eine reduzierte Lidschlagfrequenz am Bildschirm.

Auch Medikamente wie Antihistaminika, Diuretika, Betablocker oder Isotretinoin, hormonelle Veränderungen und Autoimmunerkrankungen können die Augenoberfläche beeinflussen.

Wann Brennen ärztlich abgeklärt werden sollte

Suchen Sie eine augenärztliche Praxis auf, wenn das Brennen länger als zwei bis drei Wochen besteht, wenn Rötung, Lichtscheu, Sekret oder Lidschwellung hinzukommen oder wenn sich Ihr Sehen verändert.

Bei starken Schmerzen, plötzlicher Sehverschlechterung oder nach einer Verletzung ist eine sofortige Untersuchung erforderlich.

Was in der Untersuchung geschieht

Nach dem Gespräch zu Beschwerden, Alltag und Medikamenten folgen die Spaltlampenuntersuchung der Lidkanten und Bindehaut, die Beurteilung der Hornhaut mit Färbung sowie objektive Messungen von Tränenfilm und Meibom-Drüsen.

So lässt sich zwischen einem evaporativen trockenen Auge, einer verminderten Tränenproduktion, einer allergischen Reaktion und einer Lidrandentzündung unterscheiden – häufig liegen Mischformen vor.

Behandlungswege

Je nach Befund kommen Lidrandpflege und Wärme, konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel, entzündungshemmende Massnahmen, Anpassungen am Arbeitsplatz oder – bei geeigneter Indikation – eine lichtbasierte Behandlung infrage.

Wichtig ist die Verlaufskontrolle: Nur im Vergleich der Messwerte zeigt sich, ob die gewählten Massnahmen greifen.

Diese Website dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche augenärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Behandlungsergebnisse sind individuell. Bei plötzlich auftretenden Schmerzen, Sehverschlechterung oder Verletzungen wenden Sie sich umgehend an eine medizinische Notfallstelle.

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